Die richtige Verzweigung erkennen

Vielleicht stellt sich manchmal in den Übungsaufgaben die Frage, woran soll man erkennen, ob man If-Then, If-Then-Else oder If-Then-ElseIf-Else nehmen muss? Oder gar Select Case?

In einer Übungsaufgabe sollte man eine Funktion schreiben, die anhand des Geschlechts der Person die entsprechende Anrede „Sehr geehrter Herr“ bzw. „Sehr geehrte Frau“ liefert.

Wenn eine derartige Unterscheidung gefordert wird, ist das immer ein sicherer Hinweis auf eine Verzweigung. Das ist ziemlich kar. Dann müssen Sie selbst überlegen, wie viele mögliche Fälle es gibt.

Im Beispiel gibt es (eigentlich) nur zwei Fälle: männlich oder weiblich. Also bietet sich eine Verzweigung mit If-Then-Else an.

Es kann sein, dass die Aufgabe beschreibt, dass nur wenn eine bestimmte Bedingung zutrifft etwas zu tun ist – sonst nichts. Dann lösen Sie es mit If-Then.

Wenn es mehr Fälle gibt, würden Sie vielleicht mit If-Then-ElseIf-Else oder Select Case arbeiten wollen. In einer Klausur oder einen Test ist es dann einfach: In einem solchen Fall gibt die Aufgabenstellung in der Klausur oder im Test vor, was Sie nicht nehmen sollen.

Wenn Sie im richtigen Leben etwas programmieren wollen oder die Aufgabenstellung keine Vorgaben machen, überlegen Sie ob es einzelne Fälle sind (z.B. etwas das entweder Rot, Blau oder Grün sein kann) oder ob es Bereiche sind (z.B. ein Wert der kleiner 1; größer 1 und kleiner 2 oder größer 2 sein kann). In der Regel sind einzelne Fälle besser mit Select Case umzusetzen. Wenn ein Wert in einem Bereich liegen kann, ist If-Then-ElseIf-Else häufig besser.

Wichtig ist immer, dass Ihr Programm übersichtlich und gut nachvollziehbar ist.

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